Håheller

Der Hof Håheller in Lysefjorden blickt auf eine Geschichte zurück, die bis ins Jahr 1580 reicht, und war eines der wohlhabendsten Anwesen der Gegend. Zum Besitz gehörten Weideland, Wälder und Obstgärten sowie mehrere dazugehörige Bauernhöfe.

Der Bauernhof Håheller ist ein beeindruckendes Anwesen im Lysefjord mit einer langen Geschichte, die bis ins Jahr 1580 zurückreicht. Archäologische Funde belegen, dass der Ort bereits zuvor genutzt wurde und die ersten Siedler von der Jagd und dem Fischfang lebten. Landwirtschaft wurde später, in der Wikingerzeit oder danach, etabliert. Der Fjord war neben den Erträgen von Land, Wald und Bergen eine wichtige Ressource für den Hof.

Das markanteste Merkmal des Bauernhofs Håheller ist das große Haupthaus, das ungewöhnlich groß ist und mit seiner Breitseite zum Meer ausgerichtet ist. Das Haus besteht hauptsächlich aus mehreren Blockbohlen und wurde vermutlich um 1790 von Kristoffer Kristofferson erbaut. Trotz seiner Größe weist es viele Merkmale traditioneller Ryfylke-Häuser auf, besitzt aber auch eine barocke, symmetrische Fassade mit einem zum Meer hin erhöhten Dach. Das Haupthaus verfügt zudem über eine große Küche mit zwei Kaminen, was relativ selten ist.

Der Hof Håheller zählte zu den wohlhabendsten Anwesen in der Lysefjord-Region. Obwohl es nur wenig Ackerland gab, verfügte der Hof über große Weideflächen bis hinauf zum Lyngsvatnet. Der Wald auf dem Gelände bildete die Grundlage für die Sägewerksindustrie des benachbarten Hofes Sabakken, und Haselnüsse stellten eine weitere Einnahmequelle dar. Håheller war zudem für seinen Obstanbau bekannt, und die Kirschen des Hofes erreichten als erste den Markt in Stavanger.

Ende des 19. Jahrhunderts lebten über 25 Menschen auf dem Bauernhof. In den 1880er Jahren gab es dort sogar einen Hofladen, und Anfang des 20. Jahrhunderts besaß Håheller ein eigenes Postamt. Der Bauernhof diente auch als Übernachtungsplatz für Reisende, die auf dem Weg zum und vom Lysefjord waren.

Seit der Aufgabe des Bauernhofs hat der Verfall seine Spuren hinterlassen. Das Nebengebäude ist eingestürzt, und nur noch das Haupthaus steht. Im Laufe der Jahre haben viele versucht, das altehrwürdige Haus zu restaurieren – jedoch ohne Erfolg. Nun engagieren sich private Investoren, um ein Restaurierungsprojekt zu initiieren und das Gelände touristisch zu nutzen.

Im Jahr 2019 wurde das Projekt “Reis løa på Håheller” abgeschlossen. Die Ryfylke-Ortsgruppe der Norwegischen Gesellschaft für Denkmalpflege rekonstruierte dabei die Scheune und wollte gleichzeitig das Wissen um die traditionelle Pfahlbauweise wiederbeleben. Das Projekt umfasste Kurse zum Pfahlbau für lokale Handwerker und andere Interessierte. Die Rekonstruktion basierte auf Fotodokumentationen und Untersuchungen des bestehenden Fundaments. Die Restaurierung einer Scheune aus der Region Tau diente als Vorbild. Das Projekt arbeitete eng mit dem Ryfylke-Museum zusammen, um den Kompetenzaufbau im traditionellen Bauhandwerk der Region zu fördern. Jan Gunnar Helmikstøl gehörte zu denjenigen, die diesem Projekt viel Zeit und Energie gewidmet haben.

Wasserfall im Lysefjord mit malerischem Blick auf die Berge und die grüne Landschaft, ein beliebtes Ziel für Naturliebhaber und Wanderbegeisterte, perfekt für Fjorderlebnisse in Norwegen.

Früher führte ein alter Pfad zwischen den Höfen Håheller, Sabakk und Fyljesdalen hindurch. Im Laufe der Jahrzehnte ist der Weg stark zugewachsen, doch in den letzten Jahren haben sich engagierte Naturliebhaber der Region bemüht, ihn wieder zugänglich zu machen und freizulegen. Der Pfad führt stellenweise durch Geröllfelder und durchquert eine enge Schlucht in Fyljesdalen. Die Wanderung ist anspruchsvoll, aber landschaftlich sehr reizvoll.

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